Als ob es nicht schon genug davon gäbe. Seit Jahren mischt der Name David auf den Hitlisten für die Benennung von Neugebornen ganz vorne mit. Und nun das: «Jetzt David werden», ruft die Umweltschutzorganisation Greenpeace in einer Kampagne auf.

Mit Verlaub, so einfach ist das nicht. Wir schnauben: «Zu einer Qualitätsmarke wird man nicht einfach so mir-nichts-dir-nichts.» Dass ein solcher Vorname verpflichtet, zeigen folgende Prachtexemplare:

The Mini-Me

The Hoff

The Becks

The Magic

The Wannabe
Deswegen: übertreibt mal nicht, liebe Freunde von Greenpeace! Längst nicht jeder hat das Zeug zu einem waschechten David. Eure Aktion finden wir dennoch in jeder Art und Weise unterstützenswert.
Seit vier Jahren beschäftigt sich David Koller beruflich mehrheitlich mit dem politischen Geschehen im Kanton Luzern. Bei der Lektüre seiner Hauszeitung, dem Willisauer Boten, stiess er auf ein interessantes Zitat des ehemaligen Schweizer Vizebundeskanzlers Achille Casanova. Dieses soll der Leserschaft von igosana.ch nicht vorenthalten bleiben:
Früher wussten die Medien mehr, als sie schrieben. Heute schreiben sie mehr, als sie wissen.
Das stellen wir nicht in Abrede. Aber bekanntlich sollen Ausnahmen die Regel bestätigen.
Wenn wir schon beim «Weltwoche»-Bashing sind (siehe Eintrag unten), schieben wir gleich noch einen nach. Die WOZ, diese lesenswerte linke Alternative zur «Weltwoche», reagiert in ihrer aktuellen Ausgabe auf das scheussliche Titelblatt von Köppels Mannen und Frauen.

Die WOZ hat den kleinen Mentor in Gjakova im Kosovo besucht. Jenen Romajungen mit der Spielzeugpistole, dessen Bild die «Weltwoche» so verwerflich missbräuchlich verwendete. Eine Reportage erzählt über das ärmliche Leben der Familie Mentors sowie die mannigfaltigen Probleme der Roma. Und über die Reaktion seines Vaters auf die umstrittene Frontseite: «Ich bin schockiert. Mein Sohn – jeder kann ihn so sehen, mit einer Pistole in der Hand. Die Leute werde denken, wir seien Kriminelle, Diebe.»
Wir sagen: WOZ kaufen, Artikel lesen! Oder noch besser: WOZ abonnieren, damit solch guter und von undurchsichtigen Geldgebern unabhängiger Journalismus auch in Zukunft bestehen kann.
Das untenstehende Werbeplakat einer grossen Schweizer Einzelhandelsgruppe gefällt uns ausserordentlich. Dieses Exemplar hier haben wir auf dem Bahnhof Olten aufgenommen.

Ein genaueres Betrachten führte aber zu regelrechten Begeisterungsstürumen unsererseits. Denn Passanten haben das Plakat leicht bearabeitet, wie die Vergrösserung eines Ausschnittes zeigt.

Auf dem – pardon! – mittels Handykamera erstellten Foto ist leider nur schlecht ersichtlich, was auf der Flasche des kleinen oppositionellen Rackers steht: Köppel. Allerdings hat der Autor bei der ersten Niederschrift übersehen, dass sich der Chefredaktor der «Weltwoche» mit zwei P schreibt. Die etwas schlampige Korrektur des Fehlers mindert das Gesamtwerk aber überhaupt nicht.
Und woher soll er es auch wissen? Schliesslich liesst die Opposition der vermeintlichen Opposition das rechte Kampfblatt schon lange nicht mehr.