Nicht schönsaufbar

Wenn wir etwas lieben, dann böse Filmrezensionen in der NZZ. Heute (10. Mai 2012) hat Jürg Zbinden (jzb.) wieder zugeschlagen. Die Komödie «Das Hochzeitsvideo» von Sönke Wortmann – u.a. Macher von «Die Päpstin» und «Der bewegte Mann» –  kommt nicht eben gut weg. Eine Bewertung mit sagenhaften null von fünf Punkten spricht Bände. Und dann erst dieses Fazit:

Das Gruppenbesäufnis in Weiss versucht man als «deutsche Antwort» auf die «Hangover»-Filme zu verkaufen. «Das Hochzeitsvideo» ist allerdings viel dämlicher. Diese Fehlproduktion kann sich nicht einmal der namhafte Regisseur Sönke Wortmann schönsaufen.

Unser kleiner Traum: Wir möchten einem schlecht gelaunten Kritiker über den Weg laufen, direkt nachdem er sich einen solchen Film angetan hat.

PS: First Mover ist anders. Herr Koller ist jetzt auch auf twitter (@moechtegernjugo). Mal schauen, ob sich hier eine neue Liebe entwickelt.

Journalistisches Halbwissen

Seit vier Jahren beschäftigt sich David Koller beruflich mehrheitlich mit dem politischen Geschehen im Kanton Luzern. Bei der Lektüre seiner Hauszeitung, dem Willisauer Boten, stiess er auf ein interessantes Zitat des ehemaligen Schweizer Vizebundeskanzlers Achille Casanova. Dieses soll der Leserschaft von igosana.ch nicht vorenthalten bleiben:

Früher wussten die Medien mehr, als sie schrieben. Heute schreiben sie mehr, als sie wissen.

Das stellen wir nicht in Abrede. Aber bekanntlich sollen Ausnahmen die Regel bestätigen.

Ein bisschen Werbung

Wenn wir schon beim «Weltwoche»-Bashing sind (siehe Eintrag unten), schieben wir gleich noch einen nach. Die WOZ, diese lesenswerte linke Alternative zur «Weltwoche», reagiert in ihrer aktuellen Ausgabe auf das scheussliche Titelblatt von Köppels Mannen und Frauen.


Die WOZ hat den kleinen Mentor in Gjakova im Kosovo besucht. Jenen Romajungen mit der Spielzeugpistole, dessen Bild die «Weltwoche» so verwerflich missbräuchlich verwendete. Eine Reportage erzählt über das ärmliche Leben der Familie Mentors sowie die mannigfaltigen Probleme der Roma. Und über die Reaktion seines Vaters auf die umstrittene Frontseite: «Ich bin schockiert. Mein Sohn – jeder kann ihn so sehen, mit einer Pistole in der Hand. Die Leute werde denken, wir seien Kriminelle, Diebe.»

Wir sagen: WOZ kaufen, Artikel lesen! Oder noch besser: WOZ abonnieren, damit solch guter und von undurchsichtigen Geldgebern unabhängiger Journalismus auch in Zukunft bestehen kann.

Blocher und die Flasche

Das untenstehende Werbeplakat einer grossen Schweizer Einzelhandelsgruppe gefällt uns ausserordentlich. Dieses Exemplar hier haben wir auf dem Bahnhof Olten aufgenommen.

Ein genaueres Betrachten führte aber zu regelrechten Begeisterungsstürumen unsererseits. Denn Passanten haben das Plakat leicht bearabeitet, wie die Vergrösserung eines Ausschnittes zeigt.

Auf dem – pardon! – mittels Handykamera erstellten Foto ist leider nur schlecht ersichtlich, was auf der Flasche des kleinen oppositionellen Rackers steht: Köppel. Allerdings hat der Autor bei der ersten Niederschrift übersehen, dass sich der Chefredaktor der «Weltwoche» mit zwei P schreibt. Die etwas schlampige Korrektur des Fehlers mindert das Gesamtwerk aber überhaupt nicht.

Und woher soll er es auch wissen? Schliesslich liesst die Opposition der vermeintlichen Opposition das rechte Kampfblatt schon lange nicht mehr.

Die Gaddafis ausnützen

Phantastisch!

Scheue Bitten von Helmut Zullu haben wir schon länger keine mehr erhalten. Jetzt aber kommt Saadi Gaddafi.

Folgende Email ging heute Nacht bei uns ein (Absender: Saadi-Gaddafi@postino.net). Wie bei solchen Betrugsversuchen üblich, ist die Übersetzung grottenschlecht. Für immer ein Rätsel wird uns deswegen bleiben, wer dennoch auf so etwas hineinfällt. Vor allem in diesem Fall, in dem sich ein Mensch aus einer Familie meldet, die – gelinde ausgedrückt – nicht eben zu den Sympathieträgern der Weltgemeinschaft gehört.

Sehr geehrter Herr,

Ich bin Saadi Gaddafi, der dritte Sohn des späten Oberst Muammar Gaddafi. Ich werde sehr durch die schändliche Brutalität entsetzt und gevergangen, die die Morde an meinem Vater und an Bruder begleitete. Die unvereinbaren Aussagen, die vom nationalen Übergangsrat herausgegeben werden, die provisorische Berechtigung der libyschen Republik (NTC) diese barbarischen Durchführungen entschuldigend und der groteske Missbrauch der Leichen machen es deutlich, dass keine Person, die mit dem ehemaligen Regime oder meiner Familie zusammengeschlossen wird, ein faires Gerichtsverfahren in Libyen empfängt noch sie Gerechtigkeit für die Verbrechen empfangen, die gegen sie begangen werden.

Ich bin momentan in Niger und innen früh-September, den mir der Urlaub gegeben wurde, zum auf humanitärem Boden zu bleiben durch die Behörden. Bevor dieser „KRIEG”, der im Februar 2011, mein Vater begonnen wurde, mit einer Sicherheitsgesellschaft in Irland zu verschobener sehr grosser Geldsumme ordnete (FÜR SICHERHEITSGRÜNDE, die ICH NICHT DIE MENGE ERWÄHNEN WÜNSCHE), die wir vom Verkauf des Öls erhielten und er wurde durch diplomatische Mittel auf ein Sicherheitsunternehmen verschoben.

Dieses Geld wurde in der Sicherheitsgesellschaft gehalten, während festes Gold und es bei einen anderen Namen niedergelegt wurden, das es sehr schwierig zu jedem, zu wissen bildet, dass die Stammkästen meiner Familie gehört. Das Sicherheitsunternehmen gab meinem Vater den Hinterlegungsschein und die Kenn-Nummer. Geehrter Herr, erbitte ich, damit Ihre Unterstützung Ihnen empfangen dieses Geld und halten es ermöglicht, bis ich schliesslich meine Freiheit gewinne.

Auf dem Eingang Ihrer Annahme meines Antrages schicke ich Ihnen die notwendigen Informationen, um Ihnen zu ermöglichen, mit den Stammkästen in Verbindung zu treten und zu behaupten.

ANTWORT SOFORT BASIERT AUF DEM FOLGENDEN:

(1) wievieles tun Prozentsatz, gründeten Sie zu beabsichtigen zu nehmen auf Ihrer Unterstützung. Und Sie sollten frei dich fühlen, an mich zurück zu gelangen niedrig auf diesem.
(2) schliessen Ihre private Telefonnummer ein und email addressen für, um die Vertraulichkeit dieses Geschäfts zu erhöhen.

Ich informiere Sie die folgende Handlungsweise, sobald ich Ihre positive Reaktion empfing und ich Sie drängte, zu überprüfen, ob Sie diese E-Mail-Nachricht führen abzusondern und vertraulich, da alle unsere Familienanlagegüter ergriffen werden und Konto gesperrt werden

Ich versichere Ihnen, dass dieses Geschäft das 100%-Risiko frei ist, nur wenn Sie mit meinen Anweisungen und der des Sicherheitsunternehmens haften. Schliesslich für Sicherheitsgründe spreche ich nicht mit Ihnen am Telefon während der gewesenen Zeit. Email:

MFG, Saadi Gaddafi

Wir empfehlen: Koordinaten angeben und dann die Familie Gaddafi ordentlich über den Tisch ziehen. Sprich: das Geld entgegennehmen und nie mehr zurückbezahlen.