Putinhafter Gang

An einem grauen und kühlen Sonntag wie diesem vermag mitunter wenigstens die Lektüre in der «NZZ am Sonntag» das Herz des wintermüden Mittelländers etwas  zu erwärmen – heute zum Beispiel der lesenswerte Artikel von Christoph Zürcher über die Drachen-Echsen auf zwei kleinen Indonesischen Inseln:

«Es konnte keine Zweifel geben, wer auf Rinca der Boss war. Der Gang der Drachen-Echsen hat etwas unverwechselbar Putinhaftes. Und das Herumlungern beherrschen sie, wie es nur Kreaturen tun, die sich darauf verlassen können, dass es sich hinreichend herumgesprochen hat, wie schlecht die Idee ist, sich mit ihnen ein Spässchen zu erlauben, sie zum Beispiel am Schwanz zu ziehen. Den Echsen ist es schon zu mühsam, für Besucher auch nur die Augen zu öffnen. Tun sie es ausnahmsweise trotzdem, trifft einen ein Blick, der nicht einmal mehr von Herablassung zeugt, sondern nur von so absoluter Kälte (…).»

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Die Redaktion von Igosana.ch sagt anerkennend: Falls wir uns mal dazu überwinden, eine Leserreise zu organisieren, dann wird diese ins Revier der besagten Viecher führen. Nur schon, weil den bis zu vier Meter langen Echsen nachgesagt wird, sie seien die Lebeweisen mit dem übelsten Mundgeruch überhaupt; und weil sie Menschen fressen. Vielleicht könnte ja der russische Ministerpräsident zu einer Teilnahme überredet werden.

One comment

  1. Tante Lisi

    Weshalb schreiben die in der NZZ immer so endlos lange Sätze? Man beachte den dritten Satz in Absatz zwei. Hä? Was soll das?
    In der Schule hat man uns für so viele Kommas gerügt. Aber Journalisten dürfen ja angeblich einiges.

    Entrüstet
    Tante Lisi (mal eine andere, die Koller’s jungfräuliche Seiten befleckt)

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