Mit der Bitte um Verschwiegenheit

Solche Emails haben alle schon erhalten. Die meisten werden sie umgehend wieder gelöscht haben. Eigentlich schade, eine genauere Betrachtung lohnt sich durchaus. Denn es ist schon unglaublich, welcher Müll da zusammengeschrieben wird, in der Hoffnung, von irgend einem unendlichen Naivling Informationen zu erhalten, um dessen Bankkonto plündern zu können.

Die untenstehende Post ging auf der Redaktion in der Nacht auf den 16. Juni ein: 8,5 Millionen US Dollar sollen unter ein paar wenigen Personen aufgeteilt werden. Und das erst noch, um weitere Kriege in Afrika zu verhindern. Das ist doch purer Altruismus und somit unbedingt unterstützenswert.

Aus diesem Grund lautet die Antwort denn auch: warum eigentlich nicht, lieber Herr Diplom-Kaufmann Zullu. Ich nehme an, Sie brauchen lediglich meine Kontonummer und vielleicht noch ein paar Zugangsangaben für das Internet-Banking. Von mir aus. Seien Sie aber vorgewarnt, viel Schotter werden Sie darauf nicht finden. Doch darum geht es Ihnen als guter Mensch ja sicher nicht.

Guten Tag

Zuerst muß ich um Ihre Verschwiegenheit in dieser Angelegenheit bitten, da alles streng vertraulich und geheim ist. Ich weiß, daß eine Verhandlung dieses Ausmaßes ängstlich und besorgt machen wird, aber ich versichere Ihnen, daß am Ende alles in Ordnung sein wird. Wir haben entschieden, Sie auf diesem Weg zu kontaktieren, da wir von der Schnelligkeit und Vertraulichkeit zuverlässig ueberzeugt sind.

Lassen Sie mich Ihnen zuerst vorstellen: Ich bin Herr Diplom-Kaufmann Helmut Zullu, ein Manager bei der Standard Bank South-Africa PLC, Thomasburg. Ich kam an Ihre Kontaktinformation im Zuge meiner privaten Suche nach einer zuverlässigen und anständigen Person, um eine streng vertrauliche Verhandlung zu führen, die die Übertragung einer riesigen Summe Geld auf ein fremdes Konto betrifft.

Der Vorschlag: Es geht um einen Ausländer, den verstorbenen Ingenieur T. Morrise Thomas, einen Ölhändler/Unternehmer im Auftrag der Bundesregierung von South-Africa. Er war bis zu seinem Tod vor drei Jahren bei einem gräßlichen Flugzeugabsturz als Unternehmer für die Regierung taetig. Herr T. Morrise Thomas war unser Kunde hier bei der Standard Bank PLC., Thomas burg, und hatte ein Guthaben von USD$8.5M (Acht Millionen fünfhunderttausend US Dollars). Die Bank wartet jetzt darauf, daß ein Angehöriger auf das Konto Anspruch erbebt, anderenfalls wird das ganze Geld als nicht beansprucht deklariert und einem Afrikanischen Trust-Fonds für Waffen und Munitionbesorgung zugeführt, was die Gefahr von weiteren Kriegen in Afrika erhöhen würde.

Um diese negative Entwicklung abzuwenden, haben ich und einige meiner bewährten Kollegen in der Bank beschlossen, das Geld mit Ihrer Zustimmung zu beanspruchen und erbitten Ihre Erlaubnis, Sie als Verwandten des verstorbenen Ing. T. Morrise Thomas auszugeben, damit der Fonds in Hoehe von USD$8.5M infolgedessen überwiesen werden könnte. Sie wären der Nutznießer (der Verwandte von  T. Morrise Thomas) und das Geld würde auf Ihr Bankkonto überwiesen. Alles was Sie zur Beeurkundung und Beweis benötigen um Anspruch auf diesen Fonds zu erheben, werden wir Ihnen zur Verfuegung stellen und wir versichern Ihnen eine 100% risikofreie Beteiligung. Selbstverständlich erhalten Sie Ihren Anteil von dem Geld. Der Rest ist für meine Kollegen und mich für Anlagezwecke in Ihrem Land

Wenn Dieser Vorschlag Ihr Interesse geweckt hat wie wir hoffen und sich unser Vertrauen in Sie bestätigt, dann teilen Sie mir bitte über meine E-mail: soutfnb@aol.com. in den Ihre vertrauliche Telefon- und Faxnummer mit, damit ich Ihnen die relevanten Details in dieser Angelegenheit senden kann. Vielen Dank im voraus.

Mit besten Grüßen,

Helmut Zullu

E-mail: M.Zulu@miningsouthgov.info

4 comments

  1. Greta Aschermann

    Hab grad die 2. Mailpost von Herrn „Zullu“ (was schon reichlich blöd klingt) gelöscht. Danach Ihren Beitrag gelesen – und, na klar, Geld fällt nicht vom Himmel und aus Lügen werden auch nur faule Taler… aber genau überlegt hab ich mir nicht, worum´s bei diesen Kontakten eigentlich geht (Bankdaten-Ausforschung….).
    So sende ich Ihnen ein „Danke“ für die Aufklärung und wünsch noch recht vergnügliche, inspirierte Zusammenkünfte des Igosana (auch ein – nicht unerwünscht ?- verwirrender Name, der mich vorerst eher an eine Pflegebedarfs- und Windelverkaufsstelle gemahnt hat. Aber möglicherweise haben wir alle noch Bedarf für Pflege und Windeln – ich glaub schon.
    Liebe Grüße aus einem ausnahmsweise sonnigen (juchuuu) Ost-Österreich, G.A.

  2. Pingback: Herr Zullu würde sich freuen | IGOSANA – das netz hat den koller
    • Hermine

      Er treibt wieder sein Unwesen Helmut Zullu. Diesmal mit Erpressung, Lug und Betrug. Also aufpassen! Meiner Schwester hat er viel Geld abgenommen.

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