Empfohlen zur Klolektüre

Seinerzeit sah Angela Merkel in der Tat noch etwas verschupft aus. Aber Kohls einstiges kleines Mädchen hat es dem grossen Mann gezeigt. Und sie hat mit ihrem damals noch reichlich unterwürfigen Blick ein Fotosujet geschaffen, das den Titel eines wunderbaren Buchs ziert: 999 Fotowitze aus der Berliner Republik von Martin Sonneborn. Ein Werk, das wir wärmstens empfehlen können. Am besten als Klolektüre. So wird jedes grosse Geschäft zum riesigen Vergnügen.

Sonneborn, einstiger Chefredaktor des deutschen Satiremagazins Titanic ist einer der ganz Grossen. Seine Witze sind stets bitterböse; und herzallerliebst. Vier Beispiele aus seinem soeben erschienen Buch – auf igosana.ch exklusiv ohne die dazugehörenden Bilder:

Merkel zum kleinen Superflic Sarkozy: «Auch andere Mütter haben schöne Töchter…» Seine Antwort: «Ihre auch?»

Merkel im Gespräch mit unserem guten Freund, dem tollen italienischen Cavaliere Berlusconi. Sie: «Nicht, dass Sie irgendwann in diesem ‹Tatort Internet› auftauchen.» Er: «Vorher würde ich RTL2 kaufen, Baby!»

Auch die Kirche kriegt ihr Fett ab. Ein Bild zeigt eine Audienz beim Papst. Ein Geistlicher küsst die Hand des Pontifex. Seine Reaktion: «Ihr küsst irgendwie weicher, Jungs. Habt ihr heimlich geübt?» Der neben dem Küssenden denkt: «Ja, mit mir.»

Zum Schluss ein Witz, der in unseren Augen das Zeug zum Klassiker hat. Es geht um unseren anderen guten Freund, Karl-Theodor von Guttenberg. Seine Gattin Stephanie frägt ihn: «Dein Adelstitel ist aber unantastbar, oder?» Die Reaktion: «Hoffentlich, teuer genug war er!»

Martin Sonneborn: Ich will auch mal Kanzler werden … 999 Fotowitze aus der Berliner Republik, 160 Seiten, Kiepenheuer & Witsch, CHF 16.90

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