Toni gegen Rosche – oder Müller gegen Giacobbo

Sommerpause überall. Auch die Satire-Sendung «Giacobbo/Müller» des Schweizer Fernsehens gönnt sich bis am 25. September eine Auszeit.

Ein temporärer Verlust, der verkraftbar ist. Denn die Show hat deutlich an Profil verloren und kann wunderbar bitterbösen Gefässen wie «Willkommen Österreich» auf ORF oder der «heute-show» des ZDF nicht das Wasser reichen. Vor allem Viktor Giacobbo hat viel von seiner einstigen Bissigkeit in verloren – insbesondere in Gesprächen. Wiederholt hat man den Eindruck, er wolle seine Gäste regelrecht anbiedern. Wehmütig denken wir da an die Zeiten von «Viktors Programm» und «Viktors Spätprogramm» zurück.

Deutlich besser gefällt uns Mike Müller mit seiner subtil zurückhaltenden Art. Er überlässt die Kalauer dem Erfahreneren und setzt dagegen mit intelligenten Sprüchen Akzente.

Auch wenn uns das Gesamtkonzept der Sendung nicht mehr überzeugt und insbesondere die Gespräche mit den Studiogästen getrost gestrichen werden könnten, nach wie vor gibt es immer wieder Perlen im Programm. Meistens handelt es sich dabei um vorproduzierte Kurzfilme. In diesen – vor allem in den Parodien – zeigen sowohl Giacobbo als auch Müller oft Tiefgang und Bissigkeit, die Pointen kommen deutlich überlegter daher als während der zwei Stunden vor Ausstrahlung aufgezeichneten Sendung.

Besonders gut gefallen hat uns dieser Kurzfilm hier, aus der Sendung vom 22. Mai:

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