Das sagen die anderen

Als Ergänzung zu unseren Eintrag über die Wahlberichterstattung in der WOZ blicken wir nun auf die andere Seite des publizistischen Spektrums. In der konservativen «Weltwoche» ist uns neben einem erstaunlich SVP-kritischen Artikel aus der Feder des zumindest schreiberisch brillianten Polemikers Urs Paul Engeler ein Text von Medien-Kolumnist Kurt W. Zimmermann über die neue Basler «Tageswoche» aufgefallen. Über das von Roche-Erbin Beatrice Oeri finanzierte Projekt ist unter anderem zu lesen:

Oeris «Tageswoche» erinnert damit stark an das frühere Modell von Christoph Blocher. Der träumte lange davon, eine Zeitung zu gründen und politisch willfährige Journalisten einzustellen, damit sie seine Weltsicht verbreiten. Zum Glück für die Schweizer Medienszene liess sich das ideologisch getriebene Modell nie realisieren.

Da fragen wir erstaunt: Wirklich nicht, Herr Zimmermann? Und die «Weltwoche»? Lesen Sie zum Beispiel das Editorial der aktuellen Ausgabe. Roger Köppels Blocher-Lobgesang kommt in gewohnt bewundernd-unterwürfigem Ton daher. So findet es der Verleger und Chefredaktor «beeindruckend», dass der SVP-Messias und Milliardär, «der nichts mehr beweisen muss und sich auf einen Palast in Südfrankreich zurückziehen könnte, unbeirrbar für die Schweiz einsteht».

Wir würden dem 71-Jährigen den wohlverdienten Ruhestand am Mittelmeer gönnen. Köppel und Zimmermann dürfte er gleich mitnehmen.

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