Verweigerte Transparenz

In Rahmen der sogenannten «Lex Weltwoche» verlangen Politiker eine Aufklärung über die Besitzverhältnisse von Medienprodukten. Auslöser dafür ist das rechte Kampfblatt aus Zürich. Nach wie vor gehen viele davon aus, dass auch hier der rechte Kampfhund Blocher seine Finger im Spiel hat.

Uns von igosana.ch bringt die «Lex Weltwoche» ordentlich in Verlegenheit. Denn bislang interessierte es niemanden, wer unseren Medienkonzern finanziert. Doch seien wir ehrlich: genauso wenig wie sich «Weltwoche»-Chef Köppel einfach so aus heiterem Himmel ein Magazin kaufen konnte, wäre es für igosana Chief-Trash-Director Koller möglich, alleine die nötigen Mittel aufzubringen. Man denke nur schon an die Futterkosten für die schreibenden Paviane auf der Redaktion.

Nichtsdestotrotz: auch wir hüllen uns in eisernes Schweigen. Niemals werden wir preisgeben, dass igosana.ch Teil einer Holdinggesellschaft mi Sitz auf den Cayman Islands ist. Diese wiederum gehört zu 61,234 Prozent einem Konglomerat bestehend aus einem Reinigungsinstitut mit Wurzeln im Kosovo, einem nordkoreanischen Kugellagerhersteller sowie einer Schönheitsklinik im Silicon Valley. Ferner verraten wir niemanden, dass der weissrussische Despot Lukaschenko ebenfalls nicht unbedeutende Teile unseres Aktienkapitals hält. Dies allerdings nur, weil wir ihn angeflunkert haben und behaupteten, Medienfreiheit bedeute uns wirklich gar nichts. Dass auch Francesco Schettino Interesse an einem Einstieg bekundete, geht ebenfalls niemanden etwas an. Der Kapitän der «Costa Concordia» möchte mit der erhofften Dividende allfällige Schadensersatzforderungen decken.

Nein, niemand wir etwas erfahren. Niemals! Denn Transparenz bedeutet uns nichts, käuflich hingegen sind wird durchaus. Bei uns sind alle Investoren willkommen. Nur eine Gruppe werden wir immer abweisen: Milliardäre aus Herrliberg.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>