Der Sex-Appeal wandert auf den Friedhof

Es war irgendwann im Jahr 2004, so genau wissen wir es nicht mehr. Lange bevor das Web 2.0 in aller Munde war, wagte igosana.ch ein interaktives Experiment. Die Redaktion wollte wissen, welche Berufe die geschätzte Leserschaft als sexy erachtet.

Weil damals noch alles mit primitiver HTML-Programmierung funktionierte und Koller noch weniger Ahnung hatte als heute, beschränkte sich die Interaktivität auf den Emailverkehr. Das Publikum schickte seine Zeilen, Koller baute sie in die Seite ein.

Lange ist es her. Seit Jahren erfolgte kein Eintrag mehr. Deswegen ist es an der Zeit, Die Frage des Sex-Appeals auf den digitalen Friedhof abzuschieben. Hier fristen auch Reste des Dummwebs ihr Dasein, der Website von Kollers erfolgreich erfolglosen pseudo Glamour-Rock-Band Dummbeuthl.

Aus den Augen, aus dem Sinn? Mitnichten! Ein Besuch auf dem Friedhof lohnt sich nach wie vor. Denn weiland legte sich nicht nur der Bassist von Dummbeuthl noch ordentlich ins Zeug, sondern auch die Leser von igosana.ch. Sexy fanden sie folgende Berufe:

  • Berufsoffizierin
  • Bibliothekarin
  • Floristin
  • Bossparfümierter Treuhänder
  • Saxophonist
  • japanisches Schulmädchen
  • Dentalhygienikerin
  • Automechaniker
  • Sängerin von «Nightwish»
  • Fotograf

Mehr dazu gibt es hier.

PS: Weitere Berufe sind nach wie vor erwünscht. Nun aber bitte mittels Kommentarfunktion.

4 comments

  1. das Froilein

    Pffff!
    So rasch wird man getrasht (oder getrescht?). Aber ja. Herr Koller hat schon recht. Ich an seiner Stelle würde das Experiment auch müllen.Fand sich doch keiner der Erbarmen hatte und den „Beruf“ des Studenten sexy fand.

    In diesem Sinne: mein herzlichstes Beileid, Herr Koller.

    Das Froilein

  2. Herr Koller

    Die Redaktion schnaubt: Wär ja nach schöner! Koller ist mitnichten seit 2004 Student. Eine unglaubliche Unterstellung. Indes ist unbestritten, dass der Beruf des Automechanikers sexier ist als jener des Journalisten.

  3. LZ-Edelfeder (bald ex-)

    Nun denn, wenn niemand sonst will: Ich machs…
    Studenten sind sexy! Irgendwann im Laufe eines Frauenlebens erreicht Frau nämlich jenes Alter, in dem man Sprüche wie „ach was, du siehst aus wie 24“ tatsächlich als charmante Schmeichelei auffasst. Parallel dazu entwickelt sich auch der sehnsüchtig-liebevolle Blick auf die Jungchens im Zug, in der Bibliothek oder dem Café, die über langweilige Seminare und nervende Eltern jammern.
    Herzig!
    Da geht einem doch das Herz auf – zumal man weiss, dass sie zu alledem unter nassen Füssen zu leiden haben. Sosehr ihre Converse-Chucks nämlich dem momentan herrschenden Modediktat
    entsprechen, so wenig entsprechen sie der aktuell herrschenden Jahreszeit. Wie weltgewandt sie sich bei alledem geben – und einem doch mit scheuem Blick siezen!
    Bevor man allerdings Gefahr läuft, aufgrund der Kinder- und Jugendschutzbestimmungen in Konflikt mit dem Gesetz zu kommen, lässt man lieber die Finger von den süssen, kleinen Erst-, Zweit- und Drittsemestern. Konzentriert man sich nämlich auf die etwas weniger gradlinigen älteren Semester entdeckt man nämlich echte Perlen. Zwar ohne Converse-Chucks, dafür mit abgeschlossenem Elternablöseprozess. Und so bezaubernden Spezialthemen wie der Eisenbahn in Bosnien-Herzegowina.

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