Böse und deswegen liebenswert

Schon mehrmals haben wir an dieser Stelle über die kurzen Filmrezensionen in unserem Leibblatt gejubelt. Heute ist wieder ein besonders gelungenes Exemplar in der NZZ zu finden (15.05.14, S. 51). Zerrissen wird der Film Godzilla von Regisseur Gareth Edwards. Nur schon der erste Satz ist ein Fest:

Dieser Film ist ein so gewaltiger Käse, dass er sich schon wieder einer Erwähnung würdig gemacht hat. 

Etwas weiter unten gleich noch mal eine Perle der Filmkritik:

Juliette Binoche als Gattin eines Wissenschafters (Bryan Cranston) ereilt ein gnädiges Schicksal: Sie darf bereits nach fünf Filmminuten das Zeitliche segnen, während wir zwei Stunden lang einen Dauerbeschuss der Stupidität aushalten müssen.  

Und:

Warum sich weitere verdiente Schauspieler (…) für dieses garantiert ideenlose Spektakel hergegeben haben, bleibt das Geheimnis ihrer Banken. 

Wir sagen: Grosses Kino! Persönlich bevorzugen wir ohnehin die Ur-Godzilla-Filme. Die sind längst (Trash)-Kult und die Viecher darin sind mindestens ebenso böse wie die Film-Kritiker der NZZ. Gerade deswegen sind sie so liebenswert.

600full-godzilla-raids-again-gigantis-the-fire-monster-screenshotBöse: Godzilla (rechts) im Jahr 1955. 

3 comments

  1. Das Froilein

    Das Froilein beruft sich seiner Kernkompetenz und moniert vehement: wann, verfluchtnochmal, gedenkt die igosana-Redaktion wieder mal etwas zu veröffentlichen?

    Dementsprechend ausserordentlich entrüstet
    das Froilein

  2. Herr Koller
    Herr Koller

    Das Frolein hat extrem recht. Aber Herr Koller arbeitet seit Langem mal wieder in einem 100-Prozent-Pensum. Da ist er Abends immer so furchtbar müde. Doch er gelobt Verbesserung.

  3. Das Froilein

    Das Froilein wollte sich soeben eines Studentenwitzes bedienen, aber solch einer wär an dieser Stelle wohl unangebracht und würde die hart arbeitende Redaktion mit grosser oder zunehmender Wahrscheinlichkeit in Rage versetzen.

    Deshalb: den Kotau vor im 100-Prozent-Pensum arbeitenden Menschen machend. Alle anderen (das Froilein eingeschlossen) sind faule Säcke oder eben Studenten.

    Erneut hochachtungsvoll
    ihr Froilein

    PS: wenn Herr Koller nicht schreiben kann, kann das Froilein nicht kommentieren. Es stellt sich die Frage: was ist wohl verheerender?

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