Selfie mit Boxer

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Saure-Gurken-Zeit. Das Sommerloch setzt Medienschaffenden zu. Indes schafft es Raum für kreative Aktionen. So auch beim «Willisauer Bote» (WB), wo aufwändige Sommerserien Tradition haben. Erinnert sei etwa an 2010, als der WB diverse Schweizer Medien imitierte und damit landesweit für Echo sorgte – wohl auch, weil eben Saure-Gurken-Zeit war.

In der diesjährigen Serie Weltreise nehmen sich die WB-Macher Orten im Einzugsgebiet an, die einen speziellen Namen tragen. Vatikan etwa, oder Libanon. David Koller recherchierte über den Europaplatz in Kottwil. Dieser trägt einen grossen Namen, sonst aber ist dort nicht viel zu holen. Er ist nichts anderes als eine Kreuzung Mitten im Wald. In seinen Artikeln widmet sich Koller deswegen vorab Europa und dem Verhältnis der Schweiz zur EU. Letzteres ist gerade im Luzerner Hinterland ein brisantes Thema.

Soundtrack des Mauerfalls

Auch die Reise vom einen Ort zum nächsten ist Bestandteil der Serie. Sie sorgt vorab für Online-Inhalte (www.wb-sommerserie.com). Für die Fahrt vom Vatikan in Willisau zum Europaplatz organisierte David Koller einen Trabant. Denn die bläulich qualmenden Wägelchen sind in seinen Augen Symbol für das Zusammenwachsen Europas, das Knattern der Zweitaktmotoren so etwas wie der Soundtrack des Mauerfalls.

Für den heimlichen Höhepunkt der – gottseidank nicht sehr langen – Überfahrt sorgte Hasso, der deutsche Boxer von Trabi-Fahrer René Bipp. Koller teilte sich die zierliche Rückbank des Gefährts mit dem 30-Kilo-Tier. Für beide Seiten eine einengede Erfahrung. Für den Journalisten überdies eine feuchte. Denn Hasso hatte einerseits seinen Speichelfluss alles andere als im Griff. Andererseits wollte er Koller mehrmals seine Zuneigung mit Hilfe einer riesigen Zunge demonstrieren.

PS: Die online-Texte werden am 28. Juli aufgeschaltet, die print-Artikel erscheinen im WB vom 29. Juli.

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