Gigantisch, futuristisch, zerfallend

Die Fotostrecke auf Spiegel-Online ist zwar schon mehr als vier Jahre alt. Wegen ihrer spektakulären Bilder wollen wir sie nun doch einmal erwähnen, nachdem wir in vergangener Zeit immer wieder auf sie gestossen sind.

Im Zentrum stehen die bizarren – je nach Ansicht schreiend hässlichen oder unglaublich schönen – Denkmäler, mit denen Jugoslawien in den 1970er-Jahren Gräuel- und Heldentaten des Zweiten Weltkriegs gedachte.

"Steinerne Blume"Bogdan Bogdanović: Steinerne Blume.

Eines dieser gigantischen Bauwerke ist die «Steinerne Blume» des serbischen Architekten Bogdan Bogdanović. Sie steht im kroatischen Jasenovac. Hier betrieben die faschistischen kroatsichen Ustaše im Zweiten Weltkrieg ein Konzentrationslager, in dem nach seriösen Schätzungen bis zu 80’000 Menschen ums Leben kamen – vor allem Juden und Serben.

Viele der Bauwerke befinden sich heute in einem schlechten Zustand. Jugoslawiens Nachfolger tun sich schwer mit dem Erbe des zerfallenen Vielvölkerstaates. Schade, findet Herr Koller. Als hoffnungsloser Jugonostalgiker und Liebhaber futuristischer Bauten im Stil des Brutalismus kann er nicht genug kriegen von solchen Monumenten.

Zu sehen sind sie hier.

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