Von Steuerrädern, Jets und Besserwissern

Zweifelsohne ist es in Anbetracht der Tragik solcher Unfälle kleinlich. Gleichwohl wollen wir jetzt stänkern, über populäre und stetig wiederkehrende Fehlleistungen von Medien im Zusammenhang mit Flugzeug- und Eisenbahnunfällen.

Ein kleiner Auszug:

  • Eine Lokomotive fährt auf Schienen und braucht kein Steuerrad. Folglich sitzt nie jemand am Steuer eines Zuges.
  • Im Cockpit der allermeisten Verkehrsflugzeuge arbeiten zwei Personen. Nicht der Pilot versuchte notzulanden, sondern die Piloten.
  • Die Untersuchung von Abstürzen ist komplex und dauert im Idealfall Monate, kann aber auch Jahre in Anspruch nehmen. Noch am Unfalltag zu schreiben, die Ermittler würden über die Ursache im Dunkeln tappen, erübrigt sich in jedem Fall.
  • Wenn ein Triebwerk ausfällt, ist das noch lange keine Beinahe-Katastrophe; wenn bei der Landung ein Reifen platzt, noch viel weniger.
  • Ein Flugzeug mit Propellern ist nicht zwingend alt.
  • Ein Flugzeug mit Propellern ist kein Jet.

Es gäbe noch viele solcher populärer Irrtümer. Aber wir wollen es nicht übertreiben mit der Kleinlichkeit und dem Besserwissertum.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>