Schlagwörter: Balkan

Kleiner Jahresrückblick

Auch wir wollen zurückblicken auf 2016. Gleich mehrere Katastrophen ereigneten sich auf der weltpolitischen Bühne. Dennoch gab es in den vergangenen zwölf Monaten auch einige schöne Momente. Nachfolgend eine Gegenüberstellung von Argumenten für ein gutes und für ein schlechtes Jahr:

2016 war ein gutes Jahr

  • Das zweite Koller-Kind ist da (Janek Sebastian, 20.12.2016)
  • Goran Vojnović grandioses Buch «Vaters Land» erscheint auf Deutsch
  • Die SP ist Gewinnerin der Aargauer Grossratswahlen
  • Norbert Hofer wird nicht österreichischer Bundespräsident
  • Die Schreiberei Koller blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück
  • Die FIFA wird endgültig als Schmierenverein enttarnt
  • Renzo Blumenthal hält die Klappe
  • Göla schiesst sich mit seinen tumben Aussagen selber ab

2016 war ein schlechtes Jahr

  • Der Kanton Luzern verkommt zum Nachtwächterstaat
  • Der rechte Populismus schreitet weiter stramm voran
  • Trump. WTF?
  • Brexit. WTF?
  • David Koller war nicht auf dem Balkan
  • Köppel wird immer überheblicher
  • Putin bleibt unbestritten
  • Erdogan pervertiert seine Autokratie
  • Irre töten Unschuldige und glauben, sie täten es im Auftrag eines Gottes
  • Zwölf Menschen in Berlin interessieren mehr als tausende in Aleppo
  • Fake News schaden dem Ansehen der Medien weiter
  • Die postfaktische Gesellschaft nimmt Gestalt an

Frischzellenkur

Um nicht mehr ganz so veraltet daherzukommen, hat sich igosana.ch eine Frischzellenkur verpasst. Die gestalterischen Veränderungen sind dezent, bringen aber doch etwas frischen Wind auf den mittlerweile zwölf Jahre alten Blog.

Ein neues Stilelement ist das Bild in der Kopfzeile. David Koller hat dafür eines der wenigen Fotos ausgewählt, auf das er stolz ist. Entstanden ist es im April 2013 in Bosnien, auf der Fahrt von Sarajevo nach Kotor.

Der Bus aus sozialistischer Produktion rostet irgendwo in der tiefen Provinz vor sich hin, ungefähr eine halbe Stunde von der Stadt Gacko entfernt. Wie das Gefährt an seine letzte Ruhestätte gekommen ist, bleibt offen. Auch wenn dies in Bosnien-Herzegowina mit seiner düsteren Vergangenheit zu vermuten wäre, ist das oberirdische Grab wohl nicht im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg zwischen 1992 und 1995 entstanden. Dann Gacko in der heutigen Republika Srpska (eine der zwei Entitäten Bosniens) blieb vom Krieg weitgehend verschont, so wie die ganze nach der Stadt benannte Hochebene Gatačko polje – sie liegt auf rund 900 Metern über Meer.

Indes versinnbildlicht das Foto leider allzu treffend den Zustand des Landes. Auch zwanzig Jahre nach Kriegsende steht vieles Still. Die Chancen sind gross, dass der Bus immer noch an der Haltestelle inmitten einer malerischen Landschaft wartet, still und traurig vor sich herrostend.

Dieses Schicksal bleibt igosana.ch dank der Frischzellenkur vorerst erspart.

Mehr zu lesen über die Fahrt im Mietauto von Bosnien nach Montenegro – Beamtenbestechung inklusive – gibt es hier.

Schönes vom Balkan

Unsere Begeisterung für die Länder Ex-Jugoslawiens ist hinlänglich bekannt. Um sie zu untermauern, präsentieren wir drei Fotoeindrücke, die während unseres letzten Aufenthalts in Montenegro (6. bis 13. März) entstanden sind:

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Am Ufer des Skutarisee (auch Shkodrasee) an der Grenze zu Albanien.

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Blick auf Virpazar am Skutarisee.

DSC_0205Zurück an der Adria: in Perast an der Bucht von Kotor.

Jugonostalgie zum Zweiten

Im letzten Beitrag  haben wir eine Fotostrecke über jugoslawische Denkmäler empfohlen. Nun wollen wir auf einen Blog aufmerksam machen, der exakt auf die Kerninteressen Herr Kollers zugeschnitten ist:

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Er vereint die zwei grossen Leidenschaften: Ex-Jugoslawien und Luftfahrt. Mehr noch, darauf sind auch Fotos aus verflossenen Jahren zu finden, was wiederum des Historikers Herz höher schlägen lässt.

Etwa diese Perle:

Bildschirmfoto 2014-11-27 um 10.15.54 (2)Eine DC 10-30 der Jugoslovenski Aerotransport (JAT) – heute Air Serbia – wird auf dem Flughafen von Ljubljana beladen. Das Bild entstand in den 1980er-Jahren.

Mehr historische Fotos gibt es hier: