Mit der höflichen Bitte um Klicks

Facebook? Nie im Leben!

David Koller gehört zu den hartnäckigen Verweigerern von Mark Zuckerbergs Mega-Imperium. Deswegen hat er im Jahr 2009 hier auf igosana als Konkurrenzprodukt sanaBook lanciert.

Sanabook

Kollers komplettes Profil im sanaBook gibt es hier.

Facebook, nie im Leben? Tja, so kann es gehen. Seit Kurzem ist Kollers Einzelunternehmen Schreiberei Koller Mitglied des Werbekollektivs Zofingen.

kollektivAlle Mitglieder dieses Zusammenschlusses, aber auch das Kollektiv selber, besitzen einen Facebook-Account. Deswegen kam unser notorischer Verweigerer nicht darum herum, mit seinem Geschäft ebenfalls ein Opfer von Zuckerbergs Netzwerk zu werden.

Über Klicks auf den «Gefällt mir»-Button freut er sich trotzdem.

facebook.com/schreiberei.koller

Ferien im Auftrag des Arbeitgebers

Fürwahr, da gibt es nichts zu jammern: Im Auftrag seines Arbeitgebers verbringt David Koller Ferien auf einem Campingplatz. Bezahlt, notabene.

cropped-sommerserie-blog-header1Grund dafür ist die diesjährige Sommerserie des «Willisauer Boten» (WB), sie steht unter dem Thema Hausbesuch. Koller startet die Reihe mit einem dreitägigen Aufenthalt im Camping Sempach.

Die Sommerserie zieht in Sachen Social Media alle Register: Neuigkeiten gibts unter anderem auf der WB-Facebookseite, auf Twitter (@wbsommer, #wbsommer) sowie auf dem Blog.

Ab Montag, 15., bis Mittwoch, 17. Juli, ist David Koller vor Ort in Sempach. Besucher sind jederzeit herzlich willkommen. Auf Wunsch gibts ein kühles Bierchen; das aber nicht auf Kosten des Arbeitgebers.

Vermaledeites Facebook

Und wieder geht es um dieses vermaledeite Facebook: In seiner neusten «Carte Blanche» beklagt sich David Koller über das schändliche Verhalten von alkoholisierten Freunden.

Facebook verliert ein Gesicht

In einem Interview erklärte Mark Zuckerberg unlängst, er finde Privatsphäre nicht mehr zeitgemäss. Verständlich, denn der 26-Jährige, der die Harvard University ohne Abschluss verliess, verdient sich mit der Zerstückelung der Privatsphäre ein goldenes Näschen, längst ist er Multimilliardär. Zuckerberg ist der Erfinder des online-Kontaktnetzwerks Facebook. Millionen Gesichter sind darauf zu finden. Meines nicht. Ich gehöre zu den Ewiggestrigen, die sich dagegen wehren. Der Frage «Bist du auch auf Facebook» entgegne ich jeweils ein trotziges «Nein!»

Am vergangenen Wochenende indes war plötzlich alles anders. Im Posteingang meines Computers häuften sich Mitteilungen wie «X hat dich als Freund bestätigt», «Y hat eine Nachricht auf deine Pinwand geschrieben». Ein Bekannter gelangte per Email an mich und wollte schadenfreudig wissen, wieso ich als erklärter Verächter meinen Bann gebrochen habe. «Welche sicher geglaubte Bastion des Cyberspace wird als nächste fallen?», schob er spöttisch nach. «Endlich mal ein Schöner auf Facebook» heftete eine Kollegin schmeichelnd eine Mitteilung an meine Pinnwand.

Schuld an all dem waren Freunde in bierseliger Stimmung. An einem Fest oben am Nebiker Stämpfelberg machten sie mich zum Jünger Zuckerbergs. Zugegeben, ich hatte schon ein Konto: als der WB eine Facebook-Gruppe eröffnete, wollte ich diese begutachten und schrieb mich ein. Damit hatte es sich, daraufhin gammelte mein Account ungenutzt in den Tiefen des Internets vor sich hin. Am Samstag aber öffnete ich ihn meinen Freundinnen und Freunden. «Macht damit, was ihr wollt. Mir ist es egal», sagte ich in einem Anflug von unendlicher Naivität – und ging nach Hause. Ein grosser Fehler: schon auf dem Heimweg begann mein Handy zu vibrieren und die ersten Bestätigungen von Kontakten trafen per Email ein. Das nach Mitternacht, scheinbar nimmt das Facebook-Imperium seine Sklaven zu jeder Uhrzeit in Beschlag.

Email über Email. Am Sonntagabend hatte ich die Nase voll und schaltete das Konto aus. Facebook muss ohne mein Gesicht auskommen und wird es verkraften. Bei all jenen, die mir eine Mitteilung schickten, entschuldige ich mich fürs schändliche Ignorieren. Aber ruft doch mal an oder kommt vorbei, so funktionierts nämlich auch noch.

Willisauer Bote (WB),  10. September 2010
© David Koller, 2010

PS: Ein Redaktionskollege monierte – zwar beseelt von jugendlichem Übermut, aber durchaus zu recht –, dass es in Kollers Kolumnen regelmässig um Alkoholkonsum gehe. Dem ist leider nichts passables entgegenzuhalten. Ganz schön monoton scheint es zu sein, das Leben unseres Studalisten.

Über Sinn und Unsinn des Internets

Das Internet hat zweifellos viele Erleichterungen gebracht. Aber genauso viele Angebote im World Wide Web sind unnütz. Über Facebook haben wir uns an dieser Stelle schon mehrmals ausgelassen und unter anderem das Konkurrenz-Produkt sanaBOOK lanciert. Des Weiteren ist auch die Frage durchaus berechtigt, wo der Sinn von Blogs wie diesem liegt.

Verlockend ist sie auf alle Fälle, die Vielfalt im Internet. Und gerade wer mit weniger spannenden Unterfangen wie etwa dem Verfassen einer Linguistik-Seminararbeit beschäftigt ist, ist sehr anfällig für das sinnlose Verweilen in den endlosen Weiten des grossen Netzes.

So vertrödelt beispielsweise Hobby-Aviatiker Koller, der zufälligerweise gerade mit dem Verfassen einer Linguistik-Seminararbeit beschäftigt ist, seine Zeit in Foren von anderen Luftfahrt-Enthusiasten. Was dort diskutiert wird, ist oft ziemlich belanglos. Zudem dürfte das darauf verkehrende Publikum politisch wohl meist anderer Meinung sein, als Koller (der übrigens – auch das ganz anti-Mainstream – den ganzen Hype um den pothässlichen Airbus A 380 überhaupt nicht verstehen kann). Gleichwohl eignen sich solche Webseiten leider viel zu gut als Zeitvertreib zum Füllen von universitären Schreib- und Motivationslücken.

Auf solchen Angeboten wiederum stösst man auf noch sinnlosere Dienste im Internet. Etwa Flugstatistik.de. Hier kann der Fan – oder wohl besser Irre – sämtliche bislang unternommenen Flüge eintragen. In einer Statistik erhält er dann eine Karte wie diese:

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Ziemlich krank: sämtliche Europareisen, die Koller fliegend unternommen
hat. Wer noch mehr über sein Höhenflüge wissen will, klickt auf das Bild
.

Versteht sich von selbst, dass das Erfassen aller Flüge einige Zeit in Anspruch nimmt. Nicht minder verrückt ist das Resultat der Statistik. Koller ist schon mehr als 100 000 Kilometer in der Welt herumgejettet.

Dies wiederum führt uns zu folgendem Schluss: scheinbar hatte da mal jemand ordentlich viel Geld. Lange scheints her zu sein. Damit dem bald ein Ende gesetzt wird und der Rubel wieder rollt empfehlen wir: nicht sinnlos auf dem Internet herumsurfen sondern Arbeiten schreiben, damit das Thema Uni bald abgeschlossen ist.