Überschätzte Haustiere

Hundebesitzer neigen dazu, die Intelligenz ihrer Vierbeiner zu überschätzen. David Koller nicht: er weiss, dass sein alter Dackel dumm und faul ist. Trotzdem möchte Herr Koller auf eine Trouvaille aus dem Internet aufmerksam machen:

Haustiere, die wie Menschen reden können.

PS: Apropos Tierchen und (Selbst)Überschätzung: Angelina Jolie überlegt sich, in die Politik einzusteigen.

BlaBla-Bullshit-Index

Wer es mit Politikern zu tun hat, kennt es allzu gut. Sie reden minutenlang und sagen doch nichts. Füllwörter, Floskeln, Worthülsen, heisse Luft. Besonders penetrant sind Texte von Wirtschaftsförderern. Ein nichtssagendes Marketing-Wort jagt das andere.

Genug damit! Dieser Tage wurden wir auf ein interessantes Gadget im Internet aufmerksam: den BlaBlaMeter. Er entlarvt schonungslos, wie wenig jemand mit viel Text sagen kann.

Herr Koller hat die Gunst der Stunde genutzt und das Vorwort seiner langsam in die Endphase gehenden Masterarbeit getestet. Das Resultat ist ernüchternd:

Erste Ansätze von „Bullshit-Deutsch“. Das kränkt unseren ehrgeizigen Schreiberling. Und spornt ihn an, noch mehr an seiner Arbeit zu feilen.

Einen Lichtblick gibt es dennoch. Herr Koller hat eine heute eingegangene Medienmitteilung des Kantons Luzern getestet. Das Resultat:

Bullshit-Index :0.46
Ihr Text riecht schon deutlich nach heißer Luft – Sie wollen hier wohl offensichtlich etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Für wissenschaftliche Arbeiten wäre dies aber noch ein akzeptabler Wert (leider).

Mitmachen und selber Texte testen: BlaBlameter.de

75-jährige Hackerin

Schmunzeln mussten wir, als wir heute auf russland-news.de diesen clever gemachten Lead gelesen haben.

Georgische Rentnerin legt armenisches Internet lahm

Tiflis. Ein Totalausfall des Internets in Armenien und weiten Teilen Georgiens ist das Werk einer 75 Jahre alten «Hackerin». Der Begriff ist allerdings wörtlich zu nehmen, denn die Rentnerin zerstörte beim Graben ein Glasfaserkabel.

Den vollständigen Artikel gibt es hier

Herr Zullu würde sich freuen

Auf diesem Coup wäre unser warmherziger Freund, Diplom-Kaufmann Helmut Zullu, mit Sicherheit besonders stolz. Denn der hier präsentierte Betrugsversuch ist fast so gut wie seiner, wenn nicht gar eine Spur besser.

Diese Mail, angeblich verschickt vom «Kunden-Support-Service» von Visa Europe, ging heute bei uns ein – auf die Geschäftsadresse beim «Willisauer Boten». Der Spam-Filter von igosana.ch lässt solchen Schwachsinn schon gar nicht durch:

Wer auf den blaumarkierten Link klickt, gelangt auf dieses – ebenfalls virtuos übersetzte – Formular:

Diesen Beitrag verstehen wir ausdrücklich nicht als Warnung vor Internet-Betrug. Denn wer auf einem dermassen dilettantisch gemachten Formular tatsächlich die Daten seiner Kreditkarte preisgibt, ist selber schuld.

PS: Der Eintrag über Helmut Zullu beschert igosana.ch täglich mehrere Besucher, die über Suchmaschinen zu uns gelangen. Herzlichen Dank, Herr Zullu!

Über Sinn und Unsinn des Internets

Das Internet hat zweifellos viele Erleichterungen gebracht. Aber genauso viele Angebote im World Wide Web sind unnütz. Über Facebook haben wir uns an dieser Stelle schon mehrmals ausgelassen und unter anderem das Konkurrenz-Produkt sanaBOOK lanciert. Des Weiteren ist auch die Frage durchaus berechtigt, wo der Sinn von Blogs wie diesem liegt.

Verlockend ist sie auf alle Fälle, die Vielfalt im Internet. Und gerade wer mit weniger spannenden Unterfangen wie etwa dem Verfassen einer Linguistik-Seminararbeit beschäftigt ist, ist sehr anfällig für das sinnlose Verweilen in den endlosen Weiten des grossen Netzes.

So vertrödelt beispielsweise Hobby-Aviatiker Koller, der zufälligerweise gerade mit dem Verfassen einer Linguistik-Seminararbeit beschäftigt ist, seine Zeit in Foren von anderen Luftfahrt-Enthusiasten. Was dort diskutiert wird, ist oft ziemlich belanglos. Zudem dürfte das darauf verkehrende Publikum politisch wohl meist anderer Meinung sein, als Koller (der übrigens – auch das ganz anti-Mainstream – den ganzen Hype um den pothässlichen Airbus A 380 überhaupt nicht verstehen kann). Gleichwohl eignen sich solche Webseiten leider viel zu gut als Zeitvertreib zum Füllen von universitären Schreib- und Motivationslücken.

Auf solchen Angeboten wiederum stösst man auf noch sinnlosere Dienste im Internet. Etwa Flugstatistik.de. Hier kann der Fan – oder wohl besser Irre – sämtliche bislang unternommenen Flüge eintragen. In einer Statistik erhält er dann eine Karte wie diese:

eug899141264165333.png

Ziemlich krank: sämtliche Europareisen, die Koller fliegend unternommen
hat. Wer noch mehr über sein Höhenflüge wissen will, klickt auf das Bild
.

Versteht sich von selbst, dass das Erfassen aller Flüge einige Zeit in Anspruch nimmt. Nicht minder verrückt ist das Resultat der Statistik. Koller ist schon mehr als 100 000 Kilometer in der Welt herumgejettet.

Dies wiederum führt uns zu folgendem Schluss: scheinbar hatte da mal jemand ordentlich viel Geld. Lange scheints her zu sein. Damit dem bald ein Ende gesetzt wird und der Rubel wieder rollt empfehlen wir: nicht sinnlos auf dem Internet herumsurfen sondern Arbeiten schreiben, damit das Thema Uni bald abgeschlossen ist.