Frischzellenkur

Um nicht mehr ganz so veraltet daherzukommen, hat sich igosana.ch eine Frischzellenkur verpasst. Die gestalterischen Veränderungen sind dezent, bringen aber doch etwas frischen Wind auf den mittlerweile zwölf Jahre alten Blog.

Ein neues Stilelement ist das Bild in der Kopfzeile. David Koller hat dafür eines der wenigen Fotos ausgewählt, auf das er stolz ist. Entstanden ist es im April 2013 in Bosnien, auf der Fahrt von Sarajevo nach Kotor.

Der Bus aus sozialistischer Produktion rostet irgendwo in der tiefen Provinz vor sich hin, ungefähr eine halbe Stunde von der Stadt Gacko entfernt. Wie das Gefährt an seine letzte Ruhestätte gekommen ist, bleibt offen. Auch wenn dies in Bosnien-Herzegowina mit seiner düsteren Vergangenheit zu vermuten wäre, ist das oberirdische Grab wohl nicht im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg zwischen 1992 und 1995 entstanden. Dann Gacko in der heutigen Republika Srpska (eine der zwei Entitäten Bosniens) blieb vom Krieg weitgehend verschont, so wie die ganze nach der Stadt benannte Hochebene Gatačko polje – sie liegt auf rund 900 Metern über Meer.

Indes versinnbildlicht das Foto leider allzu treffend den Zustand des Landes. Auch zwanzig Jahre nach Kriegsende steht vieles Still. Die Chancen sind gross, dass der Bus immer noch an der Haltestelle inmitten einer malerischen Landschaft wartet, still und traurig vor sich herrostend.

Dieses Schicksal bleibt igosana.ch dank der Frischzellenkur vorerst erspart.

Mehr zu lesen über die Fahrt im Mietauto von Bosnien nach Montenegro – Beamtenbestechung inklusive – gibt es hier.