Die Feinschreiberei jubiliert

Für einmal etwas Werbung in eigener Sache: Die Schreiberei Koller, David Kollers kleines und feines Geschäft mit Sitz in Zofingen, feiert den zehnten Geburtstag.

In der vergangenen Dekade sind in der Schreiberei etliche Firmengeschichten entstanden, Content für Webseiten von Unternehmen und Organisationen, Inhalte für Flyer, Werbe- und Infobroschüren, journalistische Einzelartikel und Serien, unzählige Medienmitteilungen, Reden und noch so einiges mehr. Oder einfacher formuliert: Texte, Texte, Texte.

Klein. Fein. Wortgewaltig. So lautete der Leitsatz der verflossenen zehn Jahre und so bleibt es auch in Zukunft.

Mehr zum kleinen aber feinen Firmenjubiläum gibt’s drüben auf der Webseite der Schreiberei.

Best of Mittellandromantik

Kleine Ode ans Mittelland: Drüben auf instagram postet Herr Koller seit einiger Zeit dann und wann Bilder aus Zofingen und Umgebung. Die Kadanz hat abgenommen, weil der Schreiber infolge Ablebens des Familiendackels nicht mehr so viel unterwegs ist wie auch schon.

Gleichwohl entstehen nach wie vor Fotos. Hier die unserer Meinung nach zehn besten, die unter dem Hashtag #Mittellandromantik erschienen sind.

Pippi und der Kalte Krieg

«Kripo Kons(ch)tanz, Klara Blum.» So kennen wir Eva Mattes. Als Mutter Courage des «Tatorts» flimmert sie regelmässig über die Mattscheiben des deutschen Sprachraums. Am Mittwoch (6. April) schickte sie sich an, in Zofingen ein differenzierteres Bild von sich zu vermitteln. Jenes einer Schauspielerin mit einem Faible für das Experimentelle. Einer, die sich davor sträubt, an kommerziellen Produktionen teilzunehmen und deswegen lange mit der Anfrage für die Rolle im Bodensee-«Tatort» haderte.

Ihre Karriere hatte die Autodidaktin schon als 14-Jährige begonnen. Sie war die Synchronstimme von Timmy aus der Fernsehserie Lassie und wenig später von Pippi Langstrumpf. Überdies präsentierte sich Eva Mattes im Zofinger Stadtsaal als Sängerin von Chansons, am Klavier begleitet von ihrer langjährigen Freundin und Wegbegleiterin, der Dirigentin und Festivalintendantin Irmgard Schleier.

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Mattes verleiht vielen Hörbüchern ihre Stimme. Ihr zu lauschen ist angenehm. So war es auch am Mittwochabend. Zumal die vorgetragenen Auszüge aus ihrer Autobiografie «Wir können nicht alle wie Berta sein» allesamt gut gewählt sind. Interessant, oft auch amüsant – gespickt mit leichter Selbstironie. Sie erzählen von Skandalen, unorthodoxen Interpretationen von Klassikern, von vor Wut tobendem Theaterpublikum, von nicht erfüllten Wünschen zur Person Klara Blum und der Rolle als Friedensaktivistin gegen den Kalten Krieg.

Schaler Nachgeschmack

Sympathisch wirkt sie, da vorne auf der Bühne. Glaubwürdig. Gerne folgt man ihren Anekdoten. So wie man sie gerne im Fernsehen sieht; und sicher auch auf der Bühne – so man als Schweizer denn das Vergnügen dazu hat. Mitunter indes mag sich der eine oder andere Zuhörer dennoch sagen: «Alles schön und recht. Aber mehr auch nicht.» Und gerade die Aussage, Mattes und Schleier hätten als Organisatorinnen von Friedensveranstaltungen zum Fall des Eisernen Vorhangs beigetragen, kommt dann doch etwas sehr selbstbewusst daher. Auch wenn es ihnen nach bescheidenen Anfängen gelang, ganze Fussballstadien zu füllen.

Dieser schale Nachgeschmack bleibt. Es war ein interessanter, amüsanter und auch musikalisch hörenswerter Abend. Doch letztendlich war das da vorne bloss eine Schauspielerin. Ein gute zweifelsohne. Eine gestandene Künstlerin mit sympathischen Weltanschauungen. Aber mehr nicht.

Echte Schweizer

Kleine Polemik zum Nationalfeiertag.

Folgendes intellektuell bedenklich schmalbrüstige Elaborat ist in Zofingen anzutreffen:

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Die Tatsache, dass dieser geistige Tiefflug ausgerechnet auf einem Robidog-Kasten verewigt wurde, schafft ironischerweise – da wohl käumlich beabsichtigt – eine treffende Symbolik: Wo Scheisse drin steckt, gehört auch Scheisse oben rauf.

Unsere Antwort auf den ignoranten Schwachsinn:

Falsch! Ich bin Schweizer. Und ich hasse niemanden. Aber ich verabscheue Rassismus.

In diesem Sinne: Frohes Fest, ihr Knallköpfe. Auf dass ihr heute all euer nationalistisches Pulver verschiessen möget. Ab morgen herrscht dann gefälligst wieder Ruhe!

Mit der höflichen Bitte um Klicks

Facebook? Nie im Leben!

David Koller gehört zu den hartnäckigen Verweigerern von Mark Zuckerbergs Mega-Imperium. Deswegen hat er im Jahr 2009 hier auf igosana als Konkurrenzprodukt sanaBook lanciert.

Sanabook

Kollers komplettes Profil im sanaBook gibt es hier.

Facebook, nie im Leben? Tja, so kann es gehen. Seit Kurzem ist Kollers Einzelunternehmen Schreiberei Koller Mitglied des Werbekollektivs Zofingen.

kollektivAlle Mitglieder dieses Zusammenschlusses, aber auch das Kollektiv selber, besitzen einen Facebook-Account. Deswegen kam unser notorischer Verweigerer nicht darum herum, mit seinem Geschäft ebenfalls ein Opfer von Zuckerbergs Netzwerk zu werden.

Über Klicks auf den «Gefällt mir»-Button freut er sich trotzdem.

facebook.com/schreiberei.koller